Seehundstation Friedrichskoog
An der Seeschleuse 4, 25718 Friedrichskoog – das ist die beste Adresse für verlassene Seehundbabys. Die Seehundstation beherbergt aber nicht nur Waisen, sondern auch kranke Robben. Sie werden dort gepflegt und gehegt, bis ihre Flossen wieder tragfähig genug sind und ihr Organismus stark genug ist für ein eigenständiges Leben im Meer. Der gemeinnützige Verein, der hinter dieser rettenden Idee für Robben steht, betreibt die Seehundstation schon seit mehr als 20 Jahren. Er hat sich der Forschung und artgerechten Aufzucht der Tiere verschrieben, bei gleichzeitiger Würdigung von wichtiger Bildungsarbeit im Bereich Umwelt.

Mittlerweile ist die Station für Forschung und Aufzucht nicht nur für die betroffenen Tiere eine gute Adresse. Die Finanzierung erfolgt – trotz der Anerkennung als einzige Auffang- und Aufzuchtstation in Schleswig-Holstein – alleine über Spenden und Eintrittsgelder. Die Besucher der Station haben zwar in erster Linie für die süßen Robbenbabys mit ihren Knopfaugen Interesse, aber mindestens genauso interessant sind die Darstellungen über das Leben der Seehunde, die man sozusagen als Begleitinformationen vermittelt bekommt. Die Bereiche, in denen die Heuler aufgezogen werden, sind für Besucher ohnehin nicht direkt zugänglich.
Diese Vorsichtsmaßnahme dient dem Schutz der Tiere, aber Videokameras ermöglichen dennoch aussagefähige Einblicke in das Geschehen im Aufzuchtbereich. Dafür kann eine Gruppe von Robben beobachtet werden, die sich im Besucherbereich tummelt und sich ihres Lebens freut. Es handelt sich um Tiere, die aus verschiedenen Gründen nach der Aufzucht nicht ins Meer entlassen werden konnten. Denn nur wenn sie sich selbstständig ernähren können und wenn sie das soziale Verhalten von Seehunden verinnerlichen können, werden die Tiere ausgewildert. Die anderen dürfen den Schutz der Seehundstation bis an ihr natürliches Lebensende genießen.




